tisdag 16 oktober 2012

Rainy day.....

Wenn man genau weiss, dass man sich nicht, wie ganz, ganz frueher mal, mit 10 DVD`s, Chips, (fertiger) Tiefkuehlpizza, Freundin und Gummibärchen ins Bett legen kann und dass sowohl die Kinder als auch der vorlesende und vorspielende Papa nach vier Stunden Astrid Lindgren, Pumuckl, Malen, Höhle bauen, usw. keinen Bock mehr haben - was macht man da an einem Regentag ? Genau, man geht in den Indoorspielplatz !
Da hat man Spass beim Quälen des kleinen Bruders, beim bewilligten Beantragen von Suessigkeiten, beim "Wie-wahnsinnig-Rumlaufen" und beim "Sich-trösten-Lassen" nach dem "Auf-die-Fresse-Fallen". Besonders super, wenn der 2-jährige das nachmacht, was die Grosse macht und ihn dann zwischendrin der Mut verlässt - ähh, .... doch schnell auf der Ruuuuuuuutsche, doch elend hooooooch, das Klettergeruest.
Zu einem ganzen Regenwochenende, wie gehabt,  gehört dann noch der IKEA-Besuch, wo wir schon so oft waren, dass wir nichts mehr kaufen muessen - das soll uns erstmal jemand nachmachen ! Wir kennen IKEA mittlerweile besser als Ingmar Kamprad von Kuechentisch "Fika" bis zur Wickelplatte "Foetus", wir sind im Bilde. Alle Spielecken bespielt, 1.99 Euro Spaghetti reingedreht, Kaffe fuer lau hinterher, dann weiter im heissen Warenhausritt, Schaukeln in der Kinderabteilung, dann Verstecken im Schlafzimmerbereich und zwar so gut , dass "lilla Ava saknar sina föräldrar", ähh ja, so gut, dass die kleine Ava auch schon mal abhanden kam. Man muss ja gleichzeitig auf 2 aufpassen, die beide so teuflisch gut in alle Nischen und Regalfächer reinpassen, sodass man glatt meint, sie gehörten zum Sortiment.
Zuletzt noch der Besuch im Schwimmbad wo man alle Hände voll zu tun hat mit den kleinen glitschigen Dingern, die irgendwie nicht checken dass man mit 85 cm nicht ueber 1 m Wasserhöhe rauskommt. Am Ende des Wochenendes ist nicht nur das sondern vor allem ich am Ende und hoffe auf besseres Wetter und den Beginn der Arbeitswoche......








tisdag 21 augusti 2012

Dagis Teil II

Sowas macht man nur im Urlaub, dass man 5 Blogeinträge hintereinander schreibt.

Nun hat es also auch den Kleinen erwischt, die unvermeidliche Integration in das gesellschaftliche Gefuege nimmt ihren ersten ernstzunehmenden Schritt: Kindergarten.
Na klar, langsam, Eingewöhnung und so. Brauchte der gar nicht, wollte eh nur raus auf die Rutsche. Durfte er aber nicht, weil er seine Teilzeitbetreuerinnen ja doch so doll gut kennenlernen sollte. Stattdessen lernten sie ihn dann mal so richtig kennen.....
Armer Kleiner, warum kann man nicht immer einfach nur so sein ohne jemals so schlimme Worte wie Lohnsteuerjahresausgleich, Beitragsbemessungsgrenze oder Lippenherpes gehört zu haben.

Kräftskiva Teil III...

Das dritte Mal machen wir nun also mit bei diesem total dämlichen aber grundlustigem Brauch grosse Krabben, kräftor, am Ende des Sommers zu essen.
Diesmal haben wir uns schwedische geleistet, die hier ueberall in Småland in kleinen Suesswassertuempeln gehalten werden und dann mit Taschemlampen des Nachts hinterruecks ueberfallen werden. Damit ist so ziemlich jedes Kind in Schweden aufgewachsen und alle hatten die Hosen gestrichen voll von den Biestern gekniffen zu werden, was ja auch deren Recht auf Selbstverteidigung ist. Von dem irsinnigen Verkaufserlös bekommen Sie dann auch nichts mehr ab, fies. Die chinesische Konkurrenz ist ungefähr 800 mal billiger und schmeckt genauso. Neben dem nächtlichen Fischen ist die am Tag danach folgende Party der eigenliche gag, wobei das Getier zugunsten von Spirituosen klar in den Hintergrund rueckt.





Norra Öland

O.k., auf Sueden folgt der Norden, wo wir auch schon mal waren und erneut wieder nicht alles tolles sahen was es da so zu sehen gibt.
Auf einer eineinhalbstuendigen Autofahrt wuerde man in Deutschland ja das beliebte Kennzeichenratespiel spielen, in Schweden ja leider unmöglich weil hier ja alle Kennzeichen lustlos computergeneriert werden. Also da bleibt nichts anderes uebrig als die Biene Maja CD völlständig auswendig zu lernen, was mir bei Hedi 1-5 schon geglueckt ist.





Södra Öland

Wow, das war echt toll da an der Suedspitze von Öland. Taucht da doch plötzlich eine paradisische Landschaft mit Schwedens bekanntester Vogelwarte auf. Und dass es dort so komisch roch war nicht etwa Vogelkacki, sondern eine umspuelte Schieferschicht, die in Teilen ins Meer ragt. So stand es jedenfalls auf einem Schild - am Ende war`s dann vielleicht doch Kacki, gibt man halt nicht gerne zu, wenn man selbst gepupst hat.
Auch toll der Leuchtturm, der höchste auf Öland, vom dem man prima Steine auf alle unten Stehenden schmeissen konnte. Wie immer bewegten wir uns natuerlich auch hier am Rande eines Platzverweises und wie immer kann die rote Karte eigentlich nur durch Zufuhr von Eiscreme verhindert werden.
Dann waren wir erneut noch einmal in der Eketorps Burg, auch hier super, fuer jeden etwas, Ioan lehrte den Schweinen das Fuerchten, Ava gruebelte lange darueber nach wie den das mit dem toten Fuchs, der da so dekorativ hing, wohl ein Ende nahm, Gudrun uebte sich in allerlei Mittelalterspiel und ich reichte wie immer Kaltgetränke, Feuchtuecher und was man sonst noch fuer einen gelungenen Ausflug so braucht.











Chöppenhamm

so spricht sich Kopenhagen auf schwedisch aus und da waren wir also. Im Wellnesshotell mit zwei kleinen Kindern - das ist etwa so wie Meditation in einer Teknodisco, total absurd.
Die beiden Wellnessteufel hatten dann auch ziemlich flott den Spabereich aufgemischt, zu dem sie aber gottlob nur zeitlich limitierten Zugang hatten. Ansonsten haben sich die beiden als besonnene Kneippanwender ausgezeichnet und haben alles mal durchgetestet. Die Sauna hatte den unglaublichen Vorteil einer Glasfront, sodass beide Kinder daraus gut beobachtet werden konnten. Durch eine Ganzkörperumlueftung war deren Untertauchen auch schlicht physikalisch unmöglich. "Mamma, guck mal, ich kann schwimmen!", Ja, ähm, o.k., toll mein Schatz, mit noch mehr Luft in deinen Puffärmelchen könntest du wohl auch fliegen.....
Dänemark zeigte sich erneut als grundidyllisches Land, in dem es eigenlich alles gibt, was man zum Leben braucht inklusive rosa Wuerstchen und reichlich Steinen zum Schmeissen (Ioan: " Deinne meissen!")







måndag 2 juli 2012

Gatufest....

....... Strassenfest.
Was ja so gar nicht auf der Strasse, sondern auf unserem Fussballplatz am Meer stattfand. Bei diesen Festen wird ja immer kollektiv gespielt und gemäss des angepassten schwedischen Verhaltens machen auch immer alle mit, egal ob bei der Schnitzeljagd, ich nenn es jetzt mal so - die schwedischen Schnitzel sind nicht der Rede wert und das Ganze heisst auch total anders hier - oder beim Sackhuepfen - jeder macht mit. Vermutlich ob dieses latenten Zwanges drinkt auch jeder möglichst flott einige Dosen Starkbier, um die folgende mögliche Blamage noch leidlich zu ertragen.
Da lernt man doch so einiges, also etwa dass unsere Strasse 606 m lang ist, dass es auf unserem Halbinselchen 381 Einwohner gibt und damit 7.7 pro Hektar, dass es 226 Tage dauert , wenn man mit 70 km/h zum Mond fährt und dass man am besten die der drei kranken Tanten besucht die Hämorrhoiden hat, die hat nämlich bakvärk, gleichbedeutend mit Backwerk, Gebäck also zu deutsch.
Mit oder ohne diese Informationen war es doch ein gelungenes Fest, was sich darin wiederspiegelte, dass später am Abend zunächst die Kinder und dann in der Reihenfolge der höchsten Promillezahl zuerst auch die Erwachsenen in die See sprangen. Das ich dabei erster war erklärt so einiges.......